Hier träumt ein Individualist, der die Fähigkeiten des einzelnen absolut. unter furchtbaren Anstrengungen, um das Schwache in sich zu verbergen." der fast jeden Abend mit ihm verbrachte. Wir erfahren vom Rumoren des "Schiefers" im Seelenhaushalt des Generalissimus, von jenem jähen unbezähmbaren Unmut. was denn alles Hin- und Herreden überflüssig mache. Ging denn das, mit Frankreich und Schweden abzuschließen? ohne mit dem Bayern Maximilian. Wallenstein: Sein Leben erzählt von Golo Mann | Mann, Golo | ISBN: 9783103479041 | Kostenloser Versand für alle Bücher mit Versand und Verkauf duch Amazon. Jahrhundert "blühen"? oder Brandenburg sogar, als Ersatz für Mecklenburg. In seiner Beurteilung von Wallensteins Friedenswillen unterscheidet sich Mann von der früher in der deutschen Geschichtswissenschaft vertretenen Position. Sein Leben erzählt von Golo Mann. SPIEGEL+ kann nur auf einem Gerät zur selben Zeit genutzt werden. Befehlshaber der protestantischen deutschen Mittelstaaten -- erfahren wir Zusammenhänge, die meisterlicher wohl niemand aufzeichnen könnte. Da ist der Winterkönig Friedrich von der Pfalz. in, nun wieder Golo Mann. denn nun ist er tot. und sagte das Oxenstierna. Der Erzähler ist mal "ich", mal "wir", nach nicht einsichtigen Kriterien; er sieht manches, in Obereinkunft mit anderen Autoritäten. für Haus Habsburg, für die Denkweise des geborenen Herzogs Maximilian von Bayern. entzieht sich, wenn man ihn greifen will; immer gibt es aus Notwendigkeit oder Willkür die sonderbarsten Bettgenossen." Man bietet sie ihm an. Oder: "So wie die Epochen der Geschichte immer ähnlich sind, wenn man sich nur tief genug in sie eingräbt, so sind sich auch Menschen immer irgendwie ähnlich, und die Abnormen. eines hochverräterischen Unternehmens" -- Aber da war offener Ungehorsam, und im geheimen ein Netz von Verhandlungen; war der Wille. September 2020 um 10:15 Uhr bearbeitet. widerfährt Gerechtigkeit, am wenigsten noch dem Generalleutnant Hans Georg von Arnim, diesem Irgendwie-doch-Patrioten, diesem, im Gegensatz zu Wallenstein, Nicht-Bindungslosen, dem Golo Mann Bosheit attestiert. er. habe er das wohl selber geglaubt. Wallenstein war doch kein Idiot (auch wenn manche dergleichen zu behaupten damals für gut fanden). Beide nahmen in Aussicht, beider Armeen sollten einen Waffenstillstand schließen und mit vereinten Kräften "ohne Respekt einiger Person, wider diejenigen. Diese Sonderstellung kommt auch in dem ungewöhnlichen Titel Wallenstein. Das Detail der Darstellung hinlänglich zu rühmen, fehlt hier die Gelegenheit. Zwölf Tage später wollte Wallenstein von seinem Propos, Schweden und Frankreich irgendwie einzubeziehen. Der Greuel des Krieges ansichtig zu werden. Er rafft und organisiert, arbeitet und läßt arbeiten. Ja, der Generalissimus war während seines zweiten Generalats (1632 bis 1634) zutiefst friedenswillig. von zahllosen Autoren geglaubt, verdient keinen Glauben" -- die Überlieferung. alles gar nicht da?Stimmt denn das folgende: "Nur leider, jene, die sehen. und die Menschen, so wie sie im frühen 17. ): Wallensteinbilder im Widerstreit. Würde er gutwillig gehen, wie 1630 nach dem Regensburger Kurfürstentag? obwohl er in Sänften getragen werden mußte. Wallenstein. sondern die im Namen des Kaisers ausgehobene Truppenmacht nach eigener Einschätzung verwenden würde. Er war nicht der "große, großartig planende Rebell", sicher nicht. Autor ist der Historiker Golo Mann. was wir Gefühle nennen"? Das Scheitern des Helden wird minutiös und phantasievoll entwickelt. Wenn der Monomane scheitert, erklärt man ihn flugs für verrückt. Wenn er sich nicht auf seine böhmischen Güter zurückzog, so, weil er sich von seinem Herzogtum Mecklenburg und seinem Willen zur Herrschaft nicht trennen mochte. nicht bloß mit den beiden evangelischen Kurfürsten von Sachsen und Brandenburg abzuschließen, sondern auch mit Schweden und Frankreich, sei "nunmehr resolviert, die Maskera ganz abzulegen". Hat des Herzogs Oberst von Gürzenich, den er wegen dessen unmenschlichen Grausamkeiten hinrichten ließ, es wirklich nur "gar zu bunt getrieben, zumal in Frauenklöstern"? Warum, wenn Wallenstein in seinem Gespräch mit Arnim nicht so weit gegangen sein sollte, wie Arnim es Oxenstierna geschildert hat (was Golo Mann behauptet), warum sollte Wallenstein dann in Erinnerung an die Chance von Schweidnitz "tief schwermütig" gestimmt gewesen sein (so Piccolomini an Gallas): warum hat er "mit trüber, fragender Reue" (Golo Mann) an Schweidnitz gedacht, warum ganz zum Schluß gemeint, den Frieden habe er in seiner Hand gehalten (und offenbar davonfliegen lassen)? Natürlich war da auch eine Verschwörung im platten Sinne, und wenn nicht die seine, so stand oder bettlagerte er doch im Mittelpunkt. Der 16jährige Wallenstein an der Universität Altdorf unweit Nürnberg hat seinen deutschen Diener Johan Reheberger so unmenschlich geprügelt, daß es der Schulbehörde auffiel, hat ihn halbtot geschlagen. sei fremd gewesen, und fremd sein Verhalten, und die Leute "dulden nichts Fremdes". können meistens nicht sehen." Online bestellen oder in der Filiale abholen. Golo Mann ist glänzend, wenn er die handelnden Personen gegeneinander stellt. Wallenstein, physisch ausgebrannt, hatte andere und sehr viel vernünftigere, aber keineswegs durchsetzbarere Ziele: er wollte als "Schiedsrichter und Friedensbringer" (Golo Mann) auftreten. Ob er darüber hinaus noch geäußert hat, der Kaiser und Kurfürst Maximilian müßten weg, wie Schlieff einer anderen Gewährsperson berichtet haben soll, macht nicht mehr den springenden Unterschied. Alles Wichtige aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur, Wissenschaft, Technik und mehr. Hier finden Sie alle News und Hintergrund-Informationen von ZEIT ONLINE zu Golo Mann. Golo Mann hat für dieses Buch den Büchner Preis bekommen und das voll zu Recht. erlaubterweise: "Magdeburgisieren" wird ein Verbum; "wir sind ein wenig verroht in diesen zwölf Jahren", von 1618 bis 1631 nämlich. Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde. "Diese Zeit. Müssen wir trauern, wenn ein Großer fällt? Jahrhunderts', 'Wallenstein' und … Golo mann krupp - Die besten Golo mann krupp analysiert! Kein zählenswertes Moment in der Wallenstein-Diskussion gibt es, das von ihm nicht irgendwie verarbeitet worden wäre, eine Forderung, übrigens, die wir angesichts der Seitenzahl sonst erheben müßten. Stickender Schmerz, kreisender Weltuntergang. "Nun ist keiner mehr, der ihm glaubt", sagte und schrieb Arnim. Die Psychologie des singulären Machtmenschen kann Golo Mann uns aufweisen, kann sogar das Allgemein-Menschliche in ihm sichtbar machen. Aber tatsächlich, die Lösung, daß er sterbenskrank und "lebensmüd" gewesen sei, wörtlich ein "Sterbender", konnte nicht nur dem Dramatiker Schiller nicht schmecken, wie Golo Mann erkennt, sie kann auch nicht bewiesen werden. Der Noble, Gebrochene, hingestreckt von den Starken und Gemeinen -- "seine ins Unbestimmte fliehende Seele bot der Zerstörung wehrlos sich dar": an dies sentimentalische Heldenepos kann ich nicht glauben. die eigenen Pläne durchzusetzen, "möge der Kaiser wollen oder nicht". Golo Mann erzählt eine Geschichte, in die zahllose denkwürdige Geschichten eingewoben sind, die Geschichte eines Lebens voller Glanz und Hinfälligkeit, voller Widerspruch und spät gelöster Rätsel; er erzählt auch die Geschichte einer an finster-eindrucksvollen Figuren reichen, einer wilden … Aber ich kann nicht finden, daß Wallenstein ungebührlich behandelt wurde, er, der während des Aufstands der böhmischen Stände seinen Oberstwachtmeister Khuen mit dem Säbel totgestochen hatte, nur weil der den Befehl zum Verrat nicht prompt befolgte; der einen Wilddieb, und so manchen Troßbuben wegen Plünderns. War denn bloßes Wortgespinst. Der Gichtkranke verstand doch in Pilsen noch zu agieren. "die Qual der letzten Tage, der letzten Nacht war gar zu groß gewesen", heißt es, bevor Wallenstein in Mies übernachtet, zwischen Pilsen und Eger gelegen; auch manch anderes Zitat liest sich hären.). Klicken Sie auf den Button, spielen wir den Hinweis auf dem anderen Gerät aus und Sie können SPIEGEL+ weiter nutzen. Arnim in Pilsen hätte ihn gedeckt gegen den Wiener Hof; hätte ihn gedeckt gegen die konspiratorische Betriebsamkeit Kinakys, die wilden Reden Trckas und Ilows. "In geistiger Trübung". Als des Kaisers erster Minister, Fürst Eggenberg, am 9. Definitions of Golo Mann, synonyms, antonyms, derivatives of Golo Mann, analogical dictionary of Golo Mann (German) dem der Autor "wenigstens etwas Humor", "ein, wenn auch hochmütiges Lachen" wünscht, als der Student durch zwei Kommilitonen in Nürnberg um Erlaß der Strafe bitten läßt. Jahrhunderts. Eine Biographie über Golo Mann (1909–1994) zu schreiben heißt dementsprechend, eine Reflexion des eigenen Unternehmens schon im Gegenstand vorzufinden, und ruft Maßstäbe auf, die Hilfe und … Eher war es Arnims Wesenheit, wovon er sich Trost erhoffte. der hochbedeutsamen Sache, ob der Held zum Schluß Verrat begangen habe oder nicht, referiert der Autor die Berichte einer wichtigen Gewährsperson und urteilt: "In Wirklichkeit ist das aber alles gar nicht so gewesen" -- suggerierend, er wisse, was niemand wissen" was auch er nur schlußfolgern kann. Und. und wie definiert sich dann das Reale? Und wie kein Ei dem anderen gleich ist, so kein Mensch dem anderen. Anthropologie, Psychologie, Verhaltensforschung. Die heimliche Jury der Drei -- Eggenberg, Trautmannsdorff, nie sein Freund. am 18. Es ist, als sollte uns vor Augen gehalten werden, daß der Mensch so wenig ruchlos und so ruchlos ist wie der Herzog von Friedland, wenn er dessen Genie, dessen Instinkt für planvolles Handeln in sich und zu wenig Widerstand gegen sich hat. oder, über den bayerischen Kurfürsten. Ist es die Hölle, warum Freud und Stolz"? Es scheint nicht, daß es die Sterndeuter waren, die ihn auf Arnim hoffen ließen; wir haben keine Anzeichen dafür. Durchgängig Verständnis für den Helden. weder auch nicht die Hölle, das wäre der Höllen allerschlimmste); wohl aber stört mich solch ein eddahafter Kapitelschluß: "Stierendes Publikum in der weiten Welt erwartete Wunder von ihm.". die Herrscher. Zwei imaginäre Nachtstücke. nach dem Tod Gustav Adolfs im Jahre 1632, hätte sogar Kaiser Ferdinand gern Frieden gehabt, und bot ihn zu einigermaßen billigen Bedingungen. SPIEGEL+-Zugang wird gerade auf einem anderen Gerät genutzt. "der ausgemergelte Ehemals-Schönling". Jahrhundert." "Eine Verschwörung gab es", schreibt er, "aber die seine nicht." He was the third child of the novelist Thomas Mann and his wife Katia Mann.. Golo Mann… seines Herrn Verbündete, aus Italien und aus Flandern zu vertreiben. Jahrhunderts', 'Wallenstein' und … Weniger glänzend, wenn er mit uns gehobene Volkshochschule exerziert, mag man auch berücksichtigen, daß er seinem Lesebuch viele Leser wünscht ("Leser, es seien nun viele oder wenige ... werden hier für eine Erklärung dankbar sein"). Mit niemand hat der Herzog in dieser Zeit enger gestanden als mit dem Generalleutnant (damals höher als Feldmarschall) Adam Trcka. "Ich liebe alles dieses, was sie tun", schrieb Arnims Untergebener und Vorausbote, der sächsische Feldmarschalt Franz Albrecht von Lauenburg. daß die Politiker an nichts anderes denken als an die Politik: Wer meint denn so etwas"? er lehnt ab. die, aus welchen Gründen immer, Krieg führen, und so ganz vornehmlich auch Wallenstein. Einen heutigen Historiker mit dem Erzähler-Atem Golo Manns dürfte man neben ihm vergebens suchen. Jahrhundert waren, von anderen Zeiten zu schweigen, können ja im Ernst aneinander nicht gemessen werden.". 1994 stirbt der Büchner-Preisträger in Leverkusen. Mir scheint, sie fügten sich den Fakten. "klarer, fürchten wir, als Wallenstein selbst". Wenig dient die Überlegung: "Warum sollte ein so geistloser, simpler und selbstsicherer Mensch wie (Kaiser) Ferdinand sich gewandelt haben?". Aber Arnim kam nicht mehr. Fährt man "durch das rollende, schlösser-reiche, liebliche Mährerland,"? mit Grund nicht. Title: Wallenstein Item Condition: used item in a very good condition. Wie sich eine Kompensation für das Herzogtum Mecklenburg sichern, und welche? Konnten Kennedys Berater nicht sehen, und in welchen Krieg haben sie ihren Präsidenten gestoßen"? Andererseits hat diese Biographie auch im Werk Golo Manns eine Sonderstellung, insofern Mann, der sonst eher durch Epochenüberblicke und als Herausgeber hervorgetreten ist, hier eine Monographie unter intensiver Quellenbenutzung vorlegt. aber doch auch, weil er sich krank und verbraucht fühlte; jung und gesund, hätte er "wohl noch Lust zu mehr Krieg gehabt für seine Zwecke". Es erschöpft sich leicht im Floskelhaften ("so war es gewesen vor 4000 Jahren: so immer und immer": "die Zeit war leichtgläubig wie alle Zeiten": "so überall und immer": "da alles so sehr verwirrt war, ewig so sehr verwirrt blieb"; "der Zangengriff hatte nie genügende Kraft und Dauer; so hier. Golo Mann nennt das einen "jammervollen Irrtum". Auch aus seiner Homosexualität machte Golo Mann kein Geheimnis, insofern sind auch in einer neuen Biografie keine Geheimnisse zu ergründen, schreibt Gustav Seibt. Wallenstein war nicht im Labyrinth gefangen, war nicht in ein Inferno gekommen, "ohne zu wissen wie". Wenn der "Pilsener Schluß" nur ein "Akt zukunftslosen Trotzes" war, so von der Art. auch pompösen Buches. 'Wallenstein' ist mehr als ein Geschichtsbuch, denn es ist auch eine erzählerische Großleistung. Die waren um ihn, die hielten ihn im Bett gefangen, die handelten für ihn, und er ließ es zu: ahnend, daß sie ihm Unglück brächten. Von Gleichzeitigem darf, muß er sich unabhängig halten.“ (G. Mann, S. 1158), https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wallenstein._Sein_Leben_erzählt_von_Golo_Mann&oldid=203760988, Dreißigjähriger Krieg in Kunst und Literatur, „Creative Commons Attribution/Share Alike“. Er scheiterte nicht, seit er "dem Großen, Ganzen nachdachte". Sie setzte Wallenstein ab, ernannte den Grafen Gallas zum Nachfolger, stellte anheim, Wallenstein und seine vornehmsten Mitverschworenen (die gab es ja wenigstens, auch laut Golo Mann) als überführte Schuldige zu betrachten. Aber er ist auch streng unparteiisch: "Man mag das gut finden, oder ungut, oder, wozu wir neigen, das Faktum vermerken, ohne es zu bewerten.". unterschätzte man "wie gewöhnlich das Gefährliche des Unternehmens" (Seite 1074). Sein Leben erzählt von Golo Mann". Nach Lützen. "Er behielt das für sich", dekretiert Golo Mann, in eine so hochpolitische Sache würde er die Sterndeutung niemals eingeführt haben. wie er sich einbilde. als unterscheide sich da Wallensteins Zeit nicht von anderen Zeiten. Viel Vergnügen, und etwas Geduld! Wallenstein, Taschenbuch von Golo Mann bei hugendubel.de. Zum anderen behandelt Mann mit Wallenstein eine historische Person, die sich einer der bekanntesten deutschen Dramatiker, Friedrich Schiller, für sein ambitioniertes Theaterstück, die Dramen-Trilogie Wallenstein, gewählt hat. Februar: Graf Gallas (der in Pilsen anwesende, heimlich ernannte neue Feldhauptmann) werde vom Herzog keinen Urlaub erhalten, bevor Arnim gekommen sei und "bevor die Verhandlungen mit Arnim beendet sind". Ob Menschen sich ändern und aus welchen Ursachen, darüber gibt es Theorien, auch darüber, was "sich ändern", was "sich wandeln" bedeuten kann. die kurze Feststellung: "so stark charakterisierte Menschen wie Maximilian ändern sich nicht". Verallgemeinerungen sind die Gefahr auch dieses glänzenden Autors. Golo Manns Erzählweise bringt es mit sich, daß er nach Art des Schelmenromans manches verniedlicht, anderes zu drastisch verstärkt. Es scheint dann doch nicht so, denn: "Man legte wenig Gewicht auf das, was wir Gefühle nennen, um die Wende des 16. zum 17. Dezember 1633 die erste harte Instruktion an den vom Kaiser bestallten Militärdiktator selbst würzte. Bischof Antonius. Arnim bedeutete ihm eine Brücke vom Unerlaubten zum Erlaubten, von der hochverräterischen zur legitimen Politik. diese Gesellschaft war im Grunde zu arm. am intensivsten mißverstandene Machthaber" gilt. Wie berechtigt ihr vorerst noch geheimgehaltener Spruch war, zeigte sich erneut in einem Brief Adam Trckas an den (längst zum Kaiser umgeschwenkten) Piccolomini vom 1. Nach Arendts … BÜCHER / Rudolf Augstein über Golo Manns „historischen Roman“ Wallenstein. seine Bodenlosigkeit, sein Nirgendseinen-Halt-außer-ihm-Haben, sein Unverständnis für Gewordenes, für das Heilige Römische Reich ("die aus tiefer "Erde sich in dünne Luft spinnenden Reichskonstitutionen")" für die Kurfürsten. Er meint, Wallenstein habe schon aufgrund seiner Gemütslage, die durch dauernde körperliche Erkrankungen auf Entspannung hin drängte, einen Frieden um seiner selbst willen angestrebt. Liebe auch, so gar kein Verständnis für manchen "underdog", Da ist Graf Thurn" der reichlich unselige Führer des Prager Aufstands, und später der aus Böhmen Emigrierten: "Hornvieh", "Schwachkopf"" "Plappermaul", "der Dümmste", "schwachsinnig", "ein ungewöhnlich dummer Mann"; Graf Kinsky, ein anderer Emigrant und Wallensteins Versucher, er ein "Hochstapler" und "Verbrecher aus Lust und Leichtsinn"; Graf Gallas, Wallensteins Nachfolger im Kommando. Golo Mann wird uns nicht anhand der wichtigsten Linien seiner intellektuellen Entwicklung nahe gebracht, sondern über die jeweiligen Texte und Korpora – was angesichts der schieren Masse dieser primären … warum die Qual? und durch das er zum Reichsfürsten geworden war, wollte er keinesfalls herausgeben, und wenn doch, dann gegen ein besseres. Statt dessen gab es ein zähes Ringen und Zerren um Ziele und Zwecke der Habsburger Politik. "nicht die blaue. einfühlsam erfunden, stören mich nicht ("Der Pater sagt, ich sollte beten, wenn mich der Schlaf meidet. wie überhaupt die ernsten Kriegsmänner gut wegkommen bei Gab Mann, und schlecht die schwatzenden Diplomaten, Höflinge und Botschafter. Haus Habsburg, der österreichische Zweig gezogen von dem spanischen. Dass trotzdem literarische Gesichtspunkte eine Hauptrolle spielen, bezeugt bereits der Titel des Werkes, nicht der Inhalt. unter rauher Schale ein weicher Kern, auch er. Sollen wir uns von einem Historiker ersten Anspruches eigens derart belehren lassen: "Das meinen die Leute fälschlicherweise. Nein, er hatte gesetzt und verloren. Feuilletonismen gegen den Krieg wirken heute abgestanden. lehrreich und leidenschaftlich"; Arnim, auf den der im Labyrinth seines eigenen Treibens gefangene Feldherr zu Pilsen Tag um Tag, fast Stunde um Stunde wartete, wie der Sterbende auf das Erscheinen der Monstranz: Er lag und wartete auf Arnim. "Da war keine Verschwörung", urteilt Golo Mann. The 17th-century war itself, of course, is a fearsome tangle of religious and national allegiances, and what Mann does put forth is the conventional and probably accurate judgment that Wallenstein was his own … Nein, er war nicht schuldlos daran, daß die Börse auf seinen Übertritt setzte. Urs Bitterlis Porträt des Historikers … Aber den Besuch des "Hochstaplers" und "Großintriganten" (Golo Mann) Kinsky wünschte er eben jetzt. sagen wir's getrost, die Federfuchser des preußischen Papa Wrangel. Auch im Anhang steht nichts darüber. Wallenstein. Wallenstein, zu Verhandlungen mit den protestantischen Kurfürsten bevollmächtigt, ventilierte seine eigenen Pläne. Der Vorwurf der Schuld trifft in diesem Wallenstein- Buch unterschiedslos alle. (Ich hatte mir vorgenommen, das gängige Attribut "Sohn eines großen Schriftstellers" etc. lacht, fragt: Glaubst du wirklich an den alten Esel? und jene, die handeln. Sezyma Rasin, der nicht sehr bedeutende Go-between hin und her von Wallensteins Leuten zum Feind, ist ein "Miniatur-Protestant", ist der "kleine Rasin", "der kleine Agent", "der berüchtigte Zwischenträger" -- nur weil er, an Leib und Leben bedroht, den Inquisitoren der Hofburg gestand, was sie gern hören wollten, und auch noch gegen "klingenden Lohn"? so überall"; "so am Anfang, so am Ende": "so im allgemeinen, so im persönlichen"; "so während Wallensteins erstem Generalat; so jetzt"). Es kommt mir immer der Teufel. Es half dem Herzog nun nichts mehr, daß er seine Kommandeure sogleich hinterging und in Wien melden ließ, er sei, bei einer Entschädigung von 300 000 Talern, zum Rücktritt bereit. Golo Mann: "Die Dinge im Reich waren anders als in Böhmen, kompliziert und artifiziell, aber zäh und wirksam." "öder Unvermeidlichkeit"? Da heißt es gegen Schluß: "Den Strengen. die Tyrannen, mehr als nur irgendwie. Es will doch scheinen. Nicht zureichend Golo Manns Erklärung. Ehre seinem Andenken. wie wir ausdrücklich hören, kein ruchloser, "kein Unmensch. Er war ein Rebell wider Wissen. Das war es auch, aber es war mehr. Kann die Lösung eines Knotens "erblühen"? war schon klar, daß dieser nicht gehorchen. Zu Beginn des krisengeschüttelten 20. In der Logik seines Denkens lag es nicht, aber die mag ihm nur allmählich bewußt geworden sein.“ (G. Mann, S. 586), „Ein Historiker sollte alles Wesentliche kennen, was vor ihm gedruckt wurde. Aber seine Person, und dies konnte er nicht erkennen, förderte nicht, sie erschwerte den Frieden. leider nicht häufig. gar nicht gesehen. Eggenberg wird wegen seines brüsken Umschwenkens getadelt: "Hatte der aber Eile. Angstpolitik, Eroberungs-, Verteidigungs-, Befreiungspolitik schlicht "irreal" ist. waren die protestantischen Kurfürsten von Brandenburg und Sachsen auf seiten Schwedens und keineswegs Herren ihres Geschicks. Januar aus Pilsen, "wäre ich aber in kaiserlichem Dienst. Er selbst war Mann und Weib, so hatte Kepler ihn beschrieben; Arnim ein frommer, kluger Mann und nichts weiter. eine Aussprache mit Eggenberg hätte not getan. braungoldene Pracht des Herbstes"? ja. dem Ideologen des "dritten Wegs" und einer deutschen Partei zwischen Haus Habsburg und Frankreich und Schweden; Arnim, dem Unterfeldherrn Wallensteins während dessen erstem Generalat, dem der Herzog jahrelang geschuldete Löhnung just beschafft, als der des Kaisers Hauptstadt Prag (1631) erobert hat und besetzt hält; Arnim, der vor dem brandenburgischen Kurfürsten, auf dem Bettrand sitzend, eine Friedensrede von sich gibt, "wie unter den Militärs der Zeit nur Arnim sie halten konnte. Diesem hier sollte man das Recht auf seine Selbstüberhebung lassen. Wohl nicht. die ihn zu Fall brachten, haben sich gegen ihn verschworen, er nicht gegen sie. Eggenberg sogar, des Herzogs von Friedland beständigste Stütze in der Wiener Hofburg, der ihm, solange er nur irgend konnte, die Stange hielt, und nicht mehr hielt, als zu halten nichts mehr übrig war. Mann, Golo Golo Mann (1909-1994) ist einer der wichtigsten deutschen Historiker des 20. In einer bedeutsameren. Sein Handeln, Zögern und Scheitern, sein Charakter werden einfühlend erforscht und hinreißend dargestellt - Golo Mann, der schon 1934 einen ersten Wallenstein-Essay veröffentlichte, geht dem … ziemlich am Anfang: "Daß, in dem Stadium seines Lebens, welches wir nun erreicht haben, irgendwer auf Erden Wallenstein mit "lieber Albrecht' angeredet haben sollte, ist ja nicht vorzustellen." der Herzog von Friedland und Sagan, wolle Württemberg und Baden, oder die Rheinpfalz.